Feuer und Flamme für Geschichte – unter diesem Motto kommt das histocamp 2026 zusammen. Zwei Tage lang geht es um Austausch, neue Perspektiven, digitale Formate, Erinnerungskultur und die Frage, wie wir Geschichte heute vermitteln, diskutieren und weiterdenken.
Dass dieses offene Barcamp-Format möglich wird, verdanken wir starken Kooperationspartnern. Der Friedrich-Ebert-Stiftung als Gastgeber, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und der Stiftung Haus der Geschichte.
Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – Gastgeberin
Fast genau vor zehn Jahren hat hier alles angefangen: 2015 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung das erste histocamp statt. Dass wir nun dorthin zurückkehren, ist also mehr als eine organisatorische Entscheidung – es ist eine bewusste Anknüpfung an die Anfänge unseres Formats.
Als älteste politische Stiftung Deutschlands steht die FES für die Werte der Sozialen Demokratie. Sie engagiert sich national wie international für Demokratie, soziale Gerechtigkeit, politische Teilhabe und lebendige Debattenkultur. Politische Bildung ist dabei ein zentraler Schwerpunkt – genauso wie Dialogformate, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.
Ein Barcamp wie das histocamp passt deshalb hervorragend ins Haus: offen, partizipativ, diskussionsfreudig – und eben Feuer und Flamme für Geschichte.
Mit ihrem Archiv verfügt die FES zudem über eine der zentralen Sammlungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Sozialen Demokratie. Es bewahrt umfangreiche Bestände zu Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen und ist ein wichtiger Ort für zeitgeschichtliche Forschung und politische Bildungsarbeit.
Ein Blick hinter die Kulissen ist ebenfalls möglich: Am Freitag werden in Slot 1 und Slot 2 Führungen durch das Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) angeboten. Das Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung bewahrt umfangreiche Bestände zur Geschichte der Arbeiterbewegung, der Sozialen Demokratie sowie zu Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen – eine besondere Gelegenheit, Originalquellen und Sammlungen vor Ort kennenzulernen.
Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)
Mit der Stiftung EVZ verbindet das histocamp ebenfalls bereits eine gemeinsame Geschichte: 2019 war sie Partner des Camps. Dass sie nun erneut an Bord ist, knüpft an diese Zusammenarbeit an – und setzt ein Zeichen für Kontinuität im Engagement für Erinnerungskultur und innovative Vermittlungsformate.
Die Stiftung EVZ steht für internationale Verantwortung in der Erinnerungskultur. Entstanden aus der historischen Verantwortung gegenüber den Opfern nationalsozialistischer Verfolgung, fördert sie heute Projekte in den Bereichen historisch-politische Bildung, Menschenrechte und zukunftsorientierte Erinnerungsarbeit.
Besonders wichtig ist ihr Engagement für innovative und digitale Vermittlungsformate. Die EVZ unterstützt Initiativen in Europa und weltweit, die Geschichte multiperspektivisch erzählen und aktuelle gesellschaftliche Fragen mit historischer Verantwortung verbinden.
Damit bringt sie genau die Themen mit, die auch das histocamp bewegen: Wie erinnern wir? Wie erzählen wir Geschichte? Und wie bleibt sie relevant?
Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Auch dieser Partner war bereits 2015 in Bonn mit an Bord.
Das Haus der Geschichte in Bonn gehört zu den zentralen Orten der Zeitgeschichtsvermittlung in Deutschland. Es erzählt die Geschichte der Bundesrepublik seit 1945 – anschaulich, publikumsnah und wissenschaftlich fundiert.
Mit Ausstellungen, Bildungsangeboten und digitalen Projekten zeigt das Haus der Geschichte, wie öffentliche Geschichtsvermittlung heute funktionieren kann: zugänglich, differenziert und diskussionsoffen. Mit dem Zeitgeschichtlichen Forum, dem Tränenpalast und dem Museum in der Kulturbrauerei betreibt die Stiftung Haus der Geschichte auch weitere historische Museen in Leipzig und Berlin.
Für das histocamp ist das eine ideale Verbindung. Denn hier treffen sich Menschen aus Wissenschaft, Public History, Museen, Gedenkstätten, Bildung, Medien und digitalen Communities – alle mit dem gemeinsamen Anspruch, Geschichte lebendig zu halten.
Für alle, die schon vor dem offiziellen Start Feuer und Flamme für Geschichte sind, gibt es ein besonderes Warm-up: Das Haus der Geschichte lädt uns am Freitag ab 10:30 Uhr zu einer begleiteten Runde durch die neue Dauerausstellung ein (Treffpunkt ca. 10:15 Uhr vor Ort, Dauer etwa 90 Minuten, kostenfrei). So könnt ihr bereits vor Campbeginn in aktuelle Perspektiven auf die deutsche Zeitgeschichte eintauchen. Wer Freitagvormittag noch nicht in Bonn ist, hat am Samstag um 14 Uhr eine weitere Gelegenheit zur Teilnahme. In beiden Fällen bitten wir um eine kurze Rückmeldung, damit wir dem Museum eine ungefähre Gruppengröße mitteilen können.
Gemeinsam Feuer und Flamme
Mit der Friedrich-Ebert-Stiftung als Gastgeber sowie der Stiftung EVZ und dem Haus der Geschichte stehen dem histocamp 2026 drei Institutionen zur Seite, die historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur aktiv gestalten.
Gemeinsam schaffen sie die Grundlage für ein Camp, das Austausch ermöglicht, neue Ideen entzündet – und zeigt, wie viel Leidenschaft in Geschichte steckt.
Feuer und Flamme für Geschichte.







