Warum ich beim histocamp mitmache (4): Marit Kleinmanns

Zum histocamp bin ich eher durch Zufall gekommen: ich hatte das Glück, dass das erste histocamp 2015 in der schönsten Stadt am Rhein stattfand, in der ich zufällig auch lebe. Zwar hatte ich keine Ahnung von BarCamps und konnte mir auch kaum etwas darunter vorstellen, da ich aber einige der Gründungsmitglieder von Open History e. V. aus dem gemeinsamen Geschichtsstudium kannte, musste ich nicht lange überlegen, sondern habe mich einfach mal angemeldet. Erst mal nur so zum gucken. Schon am ersten Tag war ich sehr begeistert – endlich mal ein Konferenz-Format, das nicht zum Einschlafen war!

Marit Kleinmanns

Nach dem histocamp hat es dann aber doch noch etwa ein dreiviertel Jahr gedauert, bis ich mich dazu entschieden hatte, auch dem Verein Open History e. V. beizutreten und mich aktiv bei der Planung des nächsten histocamps einzubringen. Zu Beginn wusste ich auch nicht allzu genau, wie ich mich einbringen könnte. Ich bin nicht so der extrovertierte Mensch, der sich überall einmischen mag und ich hatte auch nicht sofort tausend Ideen, die den Verein oder das Projekt histocamp weiterbringen würden. Ich wusste nur: Das Format ist so super, das muss ich unterstützen.

Beim Open-History-Retreat im April 2016 kam es dann zu meinem persönlichen „wie kann ich den Verein unterstützen“-Moment: Ich hatte – als Hobbyfotografin immer! – meine Kamera dabei und habe mehr oder weniger das gesamte Retreat-Wochenende fotografisch festgehalten. Als dann auch bei einem der sehr produktiven Workshops die Feststellung gemacht wurde, dass beim ersten histocamp zwar viele tolle Bilder aufgenommen wurden, es aber kaum brauchbare Fotos für eine Pressemappe, für die Homepage, etc. gab, habe ich mich sofort angeboten auf dem kommenden histocamp in Mainz offizielle und technisch brauchbare Fotos zu machen. (siehe hier: histocamp2016 auf Flickr). Seitdem bin ich quasi die inoffizielle Vereinsfotografin.

Das histocamp begeistert mich vor allem wegen der Möglichkeit zum offenen (hierarchiefreien und unkomplizierten) Dialog. Als Doktorandin, die akademisch in der Frühen Neuzeit beheimatet ist, lebe ich schon sehr in meinem Elfenbeinturm und finde es toll bei einem Barcamp mal nicht nur anderen Historikern*innen sondern auch Menschen aus ganz anderen Bereichen wie dem Archiv, der Schule, dem Museum oder aus einer ganz anderen Richtung zu begegnen, Ideen auszutauschen und ja, auch Probleme zu besprechen. Der Hauptgrund auch dieses Jahr wieder beim histocamp mitzumachen aber ist die Möglichkeit Menschen zu treffen, die das gleiche Interesse und Freude an Geschichte haben wie ich.

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