Wer steckt dahinter (3): das Deutsche Historische Institut Paris

Wissenschaft ist Kommunikation! Warum das DHI Paris das histocamp 2017 unterstützt

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist eines der zehn deutschen geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland der Max Weber Stiftung. Unter den Schlagworten „Forschen – Vermitteln – Qualifizieren“ arbeiten im Herzen von Paris rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu historischen Themen der deutschen, französischen und westeuropäischen Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart. Durch seinen Standort, sein internationales Team und sein dichtes Netz an Kooperationspartnern vermittelt das DHIP zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen und fördert eine international ausgerichtete Geschichtsschreibung.

Warum wir das histocamp 2017 unterstützen? Keine Wissenschaft ohne Kommunikation! Daher engagiert sich das DHIP – angeregt durch die Praktiken in unserem Gastland Frankreich – schon seit längerem für innovative Wege des wissenschaftlichen Austauschs und der Kommunikation im Internet. Ein Beispiel dafür ist die 2011 durchgeführte Tagung „Im Netz der sozialen Medien“ oder die deutschsprachige Blogplattform für die Geisteswissenschaften de.hypotheses.org. Auch im Bereich der Veranstaltungen haben wir mit kommunikativen Formen experimentiert, so etwa mit einem Science Tweetup zum 50. Jahrestag des deutsch-französischen Élysée-Vertrags 2013 oder 2015 bei der Tagung „Digital Humanities: Experiments“. Zu Beginn der Tagung haben sich die Teilnehmenden an dialogisch ausgerichteten „ConverStations“ kennengelernt. Das Prinzip ähnelt einem World Café: Die Teilnehmenden diskutieren bestimmte Fragen in verschiedenen Gruppen und wechseln nach einer Zeit den Tisch und damit auch die Mit-Diskutanten und Themen. Die Diskussionsergebnisse werden direkt auf die Papiertischdecken geschrieben.

Am Prinzip Barcamp gefällt uns neben dem dialogischen Austausch und dem Schwerpunkt „Mitdiskutieren“ statt „Zuhören“, dass die Teilnehmenden über die Inhalte des Programms selbst entscheiden und jede und jeder Vorschläge machen kann. Dadurch können gerade junge Leute sich (wieder) stärker für Geschichte und ihre Methoden interessieren, was in einer von Populismus und Fakenews geprägten Zeit besonders wichtig ist.

Und schließlich bietet das histocamp die Möglichkeit, den Forschungsschwerpunkten des DHIP in ihrer ganzen Bandbreite Sichtbarkeit zu verleihen. So betreibt das DHIP neben westeuropäischer Geschichte auch Projekte zum subsaharischen Afrika und im Bereich der Digital Humanities und setzt sich für transnationale Geschichtsschreibung ein. Wir freuen uns sehr auf den Austausch in Darmstadt sowie auf Bewerbungen für unsere Reisestipendien!

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