histocamp 2019

#Nachlese

Im Herbst 2019 trafen wir uns mit euch zum barcampen in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Wir schauen zurück auf zwei aufregende Tage in der Hauptstadt – und blicken außerdem ein ganz kleines bisschen nach vorn:

Und plötzlich war es schon ein Jahr her … Unser famoses histocamp fand im vergangenen November in Berlin statt. Daher: Nichts wie her mit einer diesem Ereignis gebührenden Nachlese! Dies ist ein kurzer Rückblick für alle, die sich gerne daran zurückerinnern, für diejenigen, die nicht in Berlin dabei waren und ebenso für die, die immer schon einmal wissen wollten, worüber sich Teilnehmer*innen in den Sessions – und darüber hinaus – austauschen.

Von #OpaimKrieg bis Antrag #abgelehnt – nach der Sessionplanung für den ersten Tag hatten die Histocamper*innen die Qual der Wahl: Fünf Räume volles Programm.

Starten wir also unsere kleine Zeitreise und schauen, welche Themen im Fokus standen und welche Diskussionen sich bei der Hauptstadt-Ausgabe des histocamps zwischen der Gedächtniskirche, dem Reichstag, dem Roten Rathaus, dem Zeughaus und der Zitadelle – zwischen Tabouleh und literweise Kaffee abspielten:

#Podcast

Bei einer Podcastaufzeichnung diskutierte das All-female-Panel darüber, wie die Forschung von Frauen sichtbarer werden kann.

Geschichte zum Hören ist nicht nur regelmäßig in den höheren Plätzen der Podcast-Charts bekannter Streamingdienste zu finden – auch beim histocamp waren Podcasts ein großes Thema. Gleich mehrere Sessions setzten sich mit dem Phänomen auseinander.  Philipp Janssen (Anno PunktPunktPunkt) diskutierte in seiner Session #histocast Möglichkeiten und Hindernisse, die Podcasts in der Wissenschaftskommunikation mit sich bringen. Außerdem gab es die Chance, live bei Aufnahmen dabei zu sein oder sogar gleich mitzuwirken: Unter dem Titel „Frauen in die Fußnoten“ sprach Nora Hespers, mit Katharina Thoms, Juna Grossmann und Anja Peters darüber, wie mehr „Frauen in die Fußnoten“ kommen. Mehr Infos zu der Folge findet ihr -> hier.

#Frauengeschichte und #FrauenundGeschichte

Um Fußnoten ging auch es bei der Session #OstWestFeminismen – sie thematisierte die Entwicklung der Genderforschung in der Geschichtswissenschaft. Rebecca Wegmann und Sophie Genske, Mitarbeiter*innen unseres Medienpartners Zeitgeschichte-Online, beschäftigten sich mit dem Status von Frauen in der akademischen Arbeitswelt.

#FakeNews

Nicht nur in der aktuellen Berichterstattung und wenn Donald Trump Unsinn verbreitet geht es um Fake News. Falsche Darstellungen gibt es genauso in Bezug auf geschichtliche Themen. Über Social-Media-Kanäle verbreiten sie sich besonders schnell. Auf dem histocamp diskutierte Jürgen Hermes darüber, was Historiker*innen gegen geschichtsbezogene Fake News tun können. Er ist Teil des Teams von Projekt ODRA. Es fokussiert vor allem Falschdarstellungen in Bezug auf die deutsch-polnische Geschichte.

Um Fake News ging es auch bei der Wiederaufnahme des Open-History-Projekts GeschichtsCheck #checkeinszwo. Gestartet mit einer Kampagne und Schulworkshops gegen Hassrede, wollen wir das Projekt nun mit der Aufklärung verdrehter und falscher Geschichtsbilder neu aufstellen. Jan Kleinmanns hat „Das Nettz“ diesen Sommer ein Interview zu dem Projekt gegeben.

#Neuland

Erinnern im Quadrat: Wie können wir Instagram für die Vermittlung von Geschichte nutzen?

Social Media und der Einsatz von Virtual-Reality-Technik spielte bei den Sessions zur Erinnerungskultur ebenfalls eine große Rolle: Wie verändern der Einsatz von Instagram oder VR-Technik das Erinnern? Wie können Inhalte zu Jubiläen, etwa zum Mauerfall oder zur Auschwitz-Befreiung aussehen? Mit Mia Berg nahmen wir die Insta-Kachel unter die Lupe. Anika Taschke sprach über bereits existierende Projekte wie die Eva Stories, welche von einem israelischen Geschäftsmann gestartet wurden. Die Vor- und Nachteile historischer Augmented Reality und Virtual Reality brachte unter anderem Nico Nolden in die Debatte ein.

#Werkanneslesen?

Ihr habt handschriftliche Quellen und könnt sie nicht lesen: Kein Problem, denn Gesa Füßle hilft gerne weiter: Beim histocamp bot sie einen Crashkurs in Sütterlin lesen und schreiben an. Wer seitdem fleißig weiter geübt hat, kann nun möglicherweise ebenfalls Omas alte Briefe entziffern.

Wenn ihr nun wissen wollt, wie das ganze aussah oder euch nun selbst mal im Sütterlin schreiben probieren wollt: So sollte es aussehen – und unter #altschreiben findet ihr auf Twitter die stolz präsentierten Erstversuche der Teilnehmer*innen. Probiert es doch gleich mal selbst, schnappt euch Zettel und Stift und schreibt euren Namen oder Twitter-Namen in Sütterlin.

#histobingo

Wer Trümmerelefanten und Vita-Cola richtig einordnen konnte, hatte beim traditionellen histobingo wieder die Chance auf Gewinne. Dazu brauchte es aber wie immer vor allem eine große Portion Bingo-Glück und das hat man – oder man hat es manchmal eben nicht. Aber nicht verzagen, Norman, es klappt bestimmt beim nächsten Mal:

#Bewegtbild

Und es gab noch so viel mehr! Zwei Tage vollgepackt mit neuem Input, der uns und – wahrscheinlich euch genauso – noch lange weiter beschäftigen wird. Wer jetzt allerdings doch noch mehr möchte, der sei daran erinnert, dass Paul Ramisch das Wochenende für uns alle mit seiner Kamera festgehalten hat. Daraus ist nun dieser Film geworden: Vorhang auf! Vielleicht findet sich der ein oder andere ja wieder?

#Ausblick

Einen Rückblick 2020 wird es nicht geben – unser geplantes Schnupper-histocamp im Rahmen des Historiker*innen-Tags in München ist leider, wie so vieles in diesem Jahr, pandemiebedingt ausgefallen. Aber wir blicken optimistisch in die Zukunft und das Team hat sich bereits ein paar Gedanken dazu gemacht: Seid also gespannt darauf, was wir für 2021 planen …

(Fotos: Marit und Jan Kleinmanns)

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